Running Power

Wo kommt diese unglaubliche Power her?

Meine langjährigen Freunde kennen mich als Läufer und wissen was in dieser Jahreszeit bei mir passiert. Ich werde mich über meine jährlich wiederkehrenden Läufe auslassen. In diesem Jahr werde ich von meiner bisherigen Motivationsroutine allerdings ein wenig abweichen. Ich habe nämlich während einer meiner Meditationen (oder war es hinterher?) mir die Frage aus den obigen Überschriften gestellt.

Wenn man sich so eine Frage stellt, kommt natürlich sofort das Hirn aus der Ecke und meint mitdiskutieren zu müssen. So also auch meins: „Warum? Was willst du mit der Beantwortung dieser Frage .. du tust es weil du es kannst und ich es dir erlaube!“

Ja klar. Dafür danke ich meinem Hirn. Echt feiner Zug von ihm. Aber ernsthaft. Ja ich bin in das Vergleichen gekommen… das sollte ich nicht tun. Trotzdem passiert es mir hin und wieder.

Einigen meiner Menschen, die ich mag und denen ich folge geht es gar nicht gut. Krebs, Haut- Gelenk- und Rückenleiden, Psychosomatische Erkrankungen, Schlaganfall, Depressionen und was es da noch für Erscheinungen gibt. Es ist häufig sehr traurig für mich, weil es so nah an mir dran ist, in der eigenen Familie, bei Freunden und Bekannten um die Ecke genau so wie irgendwo in der Ferne.

Manchmal ist es so allgegenwärtig, dass mir ganz mulmig wird, wenn ich so gar keine Beschwerden, Arztbesuche oder sonstige Zipperlein habe, mit denen ich mich an den Gesprächen beteiligen kann. Bin ich nicht normal? Ich gehe doch auch auf die 60 zu und das einzige, was häufig wie ein Vurunkel an mir hängt sind meine Laufschuhe … immer wieder … annähernd möglichst täglich … seit langen, über 25 Jahren schon.

Ich laufe immer vom Frühjahr bis weit in den Winter hinein. Also jedes Frühjahr ein neuer Anfang. Jedes Jahr ein Aufraffen, ein ordnen und ausrichten der Prioritäten und die Überlegung: willst du dich da wirklich wieder drauf einlassen auf
den jährlichen Kampf der Systeme:

Gehirn: Alles klar – 15km – Vollgas bis zur Belastungsgrenze, zeigen wir es den Pennern!
Lunge: Moment ich habe mein volles Volumen noch nicht erreicht. Ich brauche Zeit.
Herz: Yeaahhh… Alles klar bin dabei.
Gelenke: Endlich werden wir wieder gebraucht! Werden ein paar Tage schmerzen, schmeißen gerade mal den Kalkballast ab. Mach weiter!
Muskeln: WAS! OCH NÖÖÖ!!! Es war so gemütlich die letzten Wochen. Laß den Scheiß!
Smeagol: Ich höre nicht zu! Ich höre nicht zu! Du nimmst jetzt die 750g Chipstüte und dann fressen wir sie auf!

Da höre ich auch nicht zu. Ich springe in die Laufsachen und laufe los. Es ist nicht angenehm komisch die ersten Tage und Wochen… aber es wird täglich besser und ich merke den Fortschritt. Ich merke den Fortschritt, aber nicht ohne mich zu wundern: Es ist deshalb komisch und nicht nicht angenehm, weil ich weiß was kommen wird. Ich mache das schon so viele Jahre, dass ich genau weiß, welches Zipperlein zu welchem Zeitpunkt des Lauffortschritts kommt.

Es geht los mit den Knien. Dann meldet sich der Rücken auf Steißbeinhöhe. Dann geht es weiter in den mittleren Rücken. Nun meldet sich die Lunge weil alles schneller wird, außer sie größer. Irgendwann, endlich kommt das Überatmen, ich muss so tief einatmen, dass sich der ganze Brustkorb ausdehnt. Ein Gefühl, als würde sich die Lunge ihren Platz durch Verdrängung suchen. Ein schönes Gefühl denn jetzt kann es richtig losgehen.

Überhaupt keine Probleme bereiten mir das Herz und der Kreislauf. Manchmal habe ich schon zu Freunden gesagt: es ist ganz komisch, ich gehe bis ans Letzte, will sagen, ich beanspruche mich bis an die Leistungsgrenze und ich bekomme weder Augenflimmern noch spüre ich mein Herz über Gebühr in die Halsschlagader wummern. Mein Puls geht auf Bergstrecken (bergauf) bis 180 Schläge und normalisiert sich, auf der Ebene, innerhalb kürzester Zeit auf Ø 140 Schläge zurück. Und dabei ist es völlig egal, ob ich bei gemütlichen 24° oder 38° Außentemperatur laufe.

Ich bin sehr froh, dass mein Körper mir diese Möglichkeiten zuläßt und ich werde alles dafür tun, dass es auch so bleibt. Meinen Freunden, denen es zur Zeit nicht so gut geht, mag das auch ein Trost sein: ich habe die Kraft und die Möglichkeiten Euch zu helfen. Ich bin für euch da.

Lehre

Vor Risiken und Nebenwirkungen für die Schulmedizin und die Pharmaindustrie, fragen Sie Ihren Arzt oder Dr. Strunz.

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